27.07.2017 | Bahnhof Brackwede

P & R am Brackweder Bahnhof: Verwaltung verschläft Flächensicherung

Die Dreiecksfläche an der Einmündung Gütersloher Straße/Eisenbahnstraße soll mit Großgaragen für Oldtimer und Wohnwagen bebaut werden. Eigentlich sollte sie für die Erweiterung der P & R-Parkplätze genutzt werden. Aber die Verwaltung hat die Flächensicherung offensichtlich verschlafen.

„Bielefeld pro Nahverkehr" zeigt sich in einer Pressemitteilung entsetzt über die verpasste Chance. Ohne die Dreiecksfläche ist eine vernünftige Planung für das Bahnhofsumfeld und den Fernbusbahnhof kaum noch möglich. Die Erklärungsversuche des Bauamtsleiters hält Godehard Franzen, Vorsitzender von „Bielefeld pro Nahverkehr", für wenig überzeugend. Franzen: „Wir können zu den Verhandlungen über einen Ankauf oder Tausch der Dreiecksfläche nichts sagen, weil wir die Fakten nicht kennen. Aber die Verwaltung hätte die Baugenehmigung für die Großgaragen verhindern müssen und auch können. Sie hätte nach dem Eingang des Bauantrags einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan beschließen lassen müssen, gegebenenfalls direkt mit der Anordnung einer Veränderungssperre. Warum die Verwaltung das nicht getan hat, ist uns ein Rätsel."

An die Bielefelder Presse

Bielefeld, den 22.07.2017

„Bielefeld pro Nahverkehr" ist entsetzt!

„Wir sind entsetzt", kommentieren Christoph Birnstein, Norbert Block und Godehard Franzen von „Bielefeld pro Nahverkehr" die Presseberichte, dass jetzt auf der Dreiecksfläche an der Ecke Gütersloher Straße / Eisenbahnstraße Großgaragen für Oldtimer und Wohnwagen gebaut werden: „Wir haben seit vielen Jahren immer wieder die unhaltbaren Zustände rund um den Brackweder Bahnhof und den Fernbusbahnhof kritisiert. Die stereotype Antwort der Verwaltung war jahrelang: Kein Handlungsbedarf. Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Dreiecksfläche zur Erweiterung der P & R-Plätze genutzt werden sollte und dass die Verwaltung die Fläche sichern müsse. Das hat die Verwaltung offensichtlich verschlafen."

Christoph Birnstein verweist darauf, dass zeitgleich mit dem Baubeginn auf der Dreiecksfläche in den Amtlichen Bekanntmachungen die Aufstellung eines Bebauungsplans für eben diese Fläche veröffentlich wurde: „Soll man das peinlich oder eine Provinzposse oder Unfähigkeit nennen?" Die Verwaltung hatte kurz vor der Sommerpause die Bezirksvertretung Brackwede und den Stadtentwicklungsausschuss den Aufstellungsbeschluss fassen lassen. Christoph Birnstein: „Dass es für die Fläche eine rechtsgültige Baugenehmigung gab, wurde mit keinem Wort erwähnt. Warum nicht? Vergessen? Oder einfach nur verschwiegen?"

In der Presse wird berichtet, dass der Investor der Stadt ein Kaufangebot für die Dreiecksfläche gemacht habe, dass die Verwaltung darauf aber nicht reagiert habe. Norbert Block: „Wenn die Aussage zutrifft, müssen sich der Dezernent und der Leiter des Amtes für Verkehr die Frage nach ihrer persönlichen Verantwortung für dieses Desaster gefallen lassen."

Birnstein, Block und Franzen beklagen seit langem die Untätigkeit der Verwaltung in Bezug auf das Umfeld des Bahnhofs und den Fernbusbahnhof. Schon die Genehmigung des neuen Kiosks sei unsinnig gewesen, weil der überhaupt nicht in eine Gesamtkonzeption eingebettet sei. Franzen: „In Bezug auf das Parkplatzproblem ist die Abschaffung des Halteverbots vor dem Bahnhofsgebäude das einzige, was die Verwaltung in all den Jahren getan hat. Das verhindert jetzt einen geordneten Begegnungsverkehr – ein Armutszeugnis."


Dr. Godehard Franzen, Vorsitzender
Christoph Birnstein, Vorstand
Norbert Block, Vorstand

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