02.02.2016 | Ausbau StadtBahn-Linie 1

Linie 1: CDU Senne relativiert Ablehnung, Sennestadt stimmt zu

Die Chancen für eine breite Unterstützung für die Verlängerung der Linie 1 steigen: Die Senner CDU räumt Fehler ein und signalisiert grundsätzliche Unterstützung für die Linie 1. Die Bezirksvertretung Sennestadt votiert einstimmig für die Linie 1. „Bielefeld pro Nahverkehr“ hat die Kurskorrektur der Senner CDU begrüßt, aber auch unakzeptable Punkte in dem CDU-Positionspapier benannt.

Pressemitteilung

zur Position der CDU-Senne zur Verlängerung der Linie 1

„Wir begrüßen den Sinneswandel der Senner CDU, nun doch die Verlängerung der Linie 1 nach Sennestadt unterstützen zu wollen.“, erklärt Dr. Godehard Franzen, Vorsitzender von „Bielefeld pro Nahverkehr“: „Den Worten müssen jetzt aber auch Taten folgen. Insbesondere sollte die CDU Ihre Kommunikation mit den politischen Partnern in der Bezirksvertretung und der Zivilgesellschaft verbessern. Auch wir haben uns wiederholt vergeblich um ein Gespräch mit der CDU bemüht.“

Das von der CDU-Fraktion vorgelegte „Positionspapier“ erfordert nach „Bielefeld pro Nahverkehr“ eine differenzierte Bewertung. Franzen: „Das Papier formuliert Ziele, benennt vermeintlich kritische Punkt und stellt Forderungen auf. Es hat nicht den Charakter einer Beschlussvorlage, sondern eines Diskussionsbeitrags.“ Die Forderungen nach optimalem Lärmschutz und nutzerfreundlicher Busanbindung seien berechtigt. Sie müssen nach dem Grundsatzbeschluss im weiteren Planungsverfahren abgearbeitet werden. „Das ist absolut selbstverständlich“, betont Franzen: „Aber es gibt auch zwei Punkte, denen wir dezidiert widersprechen müssen.“ Die Kritik, dass nur 20 % der Senner Bevölkerung im Einzugsbereich der Linie 1 liegen werde, hält Franzen für unberechtigt: „Im Stadtbezirk Brackwede liegt der Prozentsatz auch nicht höher. Trotzdem stellt niemand dort die Stadtbahn in Frage. Von der Verlängerung der Linie 3 nach Altenhagen profitieren nicht einmal 10 % der Menschen im Stadtbezirk Heepen. Hätte man deshalb die Verlängerung bleiben lassen sollen?“ Die Forderung, die L756 dauerhaft und auf ganzer Länge vierspurig zu lassen, hält Franzen für falsch: „Nach der Beurteilung der Experten ist ein Rückbau auf zwei Spuren für den größeren Teil der Straße möglich. Es ist ein besonderer Glücksfall, dass dies für die Stadtbahntrasse genutzt werden kann. So bekommt Bielefeld bzw. Senne den Rückbau der Straße fast umsonst. Eine solche Chance muss man doch nutzen!“ Franzen weist darauf hin, dass bei Beibehalten der Vierspurigkeit der L756 die Trassierung der Stadtbahnlinie sehr viel schwieriger würde: „Die Beibehaltung der Vierspurigkeit könnte der Todesstoß für die Verlängerung der Linie 1 sein.“ „Bielefeld pro Nahverkehr“ appelliert an die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses, am Dienstag den Grundsatzbeschluss möglichst einstimmig zu fassen und Detailfragen, die im Positionspapier der Senner CDU angesprochen werden, im weiteren Verfahren abzuarbeiten.

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