20.03.2017 | Hochbahnsteig Hauptstraße

Leserbriefe zu Thema Hochbahnsteig in der Hauptstraße

Die Diskussion um die Hochbahnsteige ist zwar ruhiger geworden, aber dennoch melden sich immer mal wieder Leserinnen und Leser der Neuen Westfälischen zu Wort. „Bielefeld pro Nahverkehr“ dokumentiert exemplarisch Leserbriefe vom 3. und 16. März. Leider werden immer wieder Leserbriefe aus Platzgründen gekürzt. Deshalb dokumentieren wir den Leserbrief von Elise und Hans-Georg Ritter in voller Länge

Zu dem Leserbrief von Gabriele Nebe-Brauer nimmt der Vorsitzende von „Bielefeld pro Nahverkehr", Dr. Godehard Franzen, wie folgt Stellung:

„Frau Nebe-Brauer bezeichnet es als Fehler, dass Bielefeld nicht viel früher auf Niederflurtechnik umgestiegen sei. Als in den 70er und frühen 80er Jahren die Entscheidungen zum Umbau der Bielefelder Straßenbahn zu einer Stadtbahn mit dem Tunnel vom Rathaus bis zur Beckhausstraße getroffen wurden, gab es noch keine Niederflurbahnen. Wie viele andere Städte auch hat Bielefeld deshalb auf die bewährte Hochflurtechnik gesetzt. 

Bielefeld hat heute ein Hochflurnetz von ca. 36 km mit 64 Haltestellen, von denen 50 mit Hochbahnsteigen ausgestattet sind. Dieses System komplett auf Niederflur umzubauen, würde nicht nur gigantische, nicht förderfähige Kosten verursachen, sondern auch das Bielefeld Stadtbahnnetz vermutlich für mehrere Jahre lahm legen, mit verheerenden Konsequenzen. Auch andere Städte mit bewährten Hochflursystemen haben diese nicht auf Niederflur umgebaut, sondern durch Niederflurstrecken ergänzt.

Eine solche Ergänzung war mit dem Projekte „Linie 5" auch für Bielefeld geplant. Mit der Linie 5 mit einer Gesamtlänge von ca. 23 km wären die zusätzlichen Systemkosten wirtschaftlich zu verkraften gewesen. Die Bürgerabstimmung vom Mai 2014 hat dieses Projekt mit knapper Mehrheit abgelehnt. Die Chance für einen Einstieg in die Niederflurtechnik ist damit vertan.

Kleinere Lösungen, wie z. B. eine immer wieder vorgeschlagene Niederflurlinie von „Brackwede Bf" bis Sennenstadt sind zu kurz, um die zusätzlichen Systemkosten zu verkraften. Sie hätte keine Chance auf öffentliche Förderung und wäre deshalb nicht finanzierbar.
Eine solche Lösung hätte zudem den schwerwiegenden Nachteil, dass alle Fahrgäste an der Haltestelle „Brackwede Bf" umsteigen müssten. Die Herstellung von Barrierefreiheit in der Hauptstraße muss deshalb mit Hilfe von Hochbahnsteigen erfolgen."

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