19.11.2013 | ZUKUNFT MOBIELEFELD

Kritik von Pro-Bus-Heepen an Planungswerkstatt unberechtigt

Die Tageszeitungen haben am 16.11.2013 über die Kritik von Pro-Bus-Heepen an der Planungswerkstatt berichtet, die am 11./12.11. im Rahmen des Beteiligungsprozesses ZUKUNFTMOBIELEFELD durchgeführt wurde. „Bielefeld pro Nahverkehr“ hält die Kritik für unberechtigt.

Pressemitteilung

zur Kritik von Pro-Bus-Heepen an der Planungswerkstatt

(Berichte vom 16.11.2013)

„Die Kritik von Pro-Bus-Heepen geht ins Leere“, erklärt Dr. Godehard Franzen fu?r Bielefeld pro Nahverkehr, „weil Pro-Bus-Heepen einen zentralen Punkt immer systematisch ausblendet, nämlich das Ziel des Stadtbahnausbaus und damit der Linie 5.“ Die Vision „moBiel 2030“ habe das Ziel, so Franzen, die Zahl der Fahrgäste im ÖPNV drastisch zu steigern, um die Stadt vom Autoverkehr zu entlasten. „Wir erleben zur Zeit einen Wertewandel in Bezug auf das Auto. Fu?r viele junge Menschen hat es als Statussymbol ausgedient. Die Zahl der wechselwilligen Autofahrer steigt. Ich halte es fu?r machbar, innerhalb von zwanzig Jahren die Fahrgastzahlen in Bielefeld zu verdoppeln. Dazu muss aber das Angebot entscheidend verbessert werden. Der Ausbau der Stadtbahn ist dazu der richtige Ansatzpunkt.“

Überall könne man sehen, welche Zugkraft die Stadt- oder Straßenbahn entfalte. Ersetzt man in einem Korridor die Buslinien durch eine Stadtbahn, so habe man ausnahmslos große Fahrgastzuwächse, meist deutlich u?ber 50 %. Franzen: „Solche Zuwächse kann man mit einer Optimierung des Bussystems nicht erreichen. In Städten ohne Stadtbahn hat der ÖPNV im Allgemeinen höchstens einen halb so großen Anteil am Verkehrsmarkt wie in Städten mit Stadtbahn.“ Eine deutliche Ausweitung der Busbedienung, etwa auf der Heeper Straße, ist nach Überzeugung von Franzen nicht möglich. „Will man eine Stadtbahn mit 10-Minuten-Takt durch Busse ersetzen, mu?sste mindestens alle 4 Minuten ein Bus fahren, in der Morgenspitze beim Schu?lerverkehr sogar noch öfter. Wenn all diese Busse an den Ampeln Vorrang haben sollen, wird es zu massiven Verkehrsbehinderungen kommen. Außerdem kann eine solche Zahl von Bussen am Jahnplatz gar nicht mehr abgefertigt werden. Und schließlich mu?sste man zweieinhalbmal soviel Fahrpersonal einsetzen, mit entsprechenden Kosten.“ Die Forderung von Pro-Bus-Heepen, auf die Linie 5 zu verzichten, laufe auf ein Einfrieren des Status Quo hinaus, so Franzen: „Alles soll so bleiben, wie es ist. So macht man Bielefeld nicht fit fu?r die Zukunft.“


„Bielefeld pro Nahverkehr“ findet auch die Kritik, die Teilnehmer der Planungswerkstatt hätten nur „aus acht problembehafteten und unbefriedigenden Varianten das kleinste Übel“ herausfiltern du?rfen, völlig unangemessen. „Wenn man in einer gewachsenen Stadt eine neue Stadtbahnlinie bauen will, hat man es immer mit einer Vielzahl von Problemen zu tun. Das ist stinknormal. Alle Städte, die in den letzten zwanzig Jahren ihr Stadtbahnsystem ausgebaut haben, hatten es mit solchen Problemen zu tun. Man muss konstruktiv nach einer optimalen Lösung im Interesse des Allgemeinwohls suchen. Das fordert von allen Beteiligten Fantasie und Kompromisse, aber auch die Bereitschaft, dem Gemeinwohl Vorrang vor Eigeninteressen einzuräumen.“


Dr. Godehard Franzen

Pressemitteilung_Entgegnung_auf_Pro-Bus-Heepen.pdf

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