09.02.2017 | Hochbahnsteig Hauptstraße

Hochbahnsteig Hauptstraße: Bürgerbegehren vor dem Aus?

Die Bezirksregierung hat die Beschwerde der Initiatoren des Bürgerbegehrens zurückgewiesen. Die Initiatoren hatten durch ihren Anwalt beanstandet, dass die Stadtverwaltung sich weigert, eine Ermittlung der Kosten durchzuführen. Die Initiative „Erhalt der Hauptstraße“ hat jetzt „Kompromiss-Gespräche“ angeregt. Darauf hat die Initiative „Hochbahnsteig – hier und jetzt“ mit einer Presseerklärung reagiert.

Presseerklärung

Unsere Initiative will dazu beitragen, dass möglichst bald barrierefreie und nutzerfreundliche Zugänge zur Stadtbahn in der Brackweder Hauptstraße geschaffen werden. Es ist selbstverständlich, dass eine möglichst breite Akzeptanz wünschenswert ist, um die Planung auch zügig umsetzen zu können. Wir unterstützen die von moBiel und Stadtverwaltung vorgelegte Entwurfsplanung mit einem Hochbahnsteig „Östlich Germanenstraße". Wir sehen in diesem Standort die Belange eines modernen und nutzerfreundlichen ÖPNV gut berücksichtigt, leugnen zugleich nicht, dass von dem Hochbahnsteig eine gewisse Trennwirkung ausgeht. Insgesamt halten wir den Standort für einen guten Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessen und Belangen. Wir sehen in der vorliegenden Planung Verbesserungspotenzial, das im weiteren Verfahren genutzt werden sollte.

Wir wünschen eine sachbezogene Diskussion über die vorliegende Planung. Wir machen dazu mit unseren Infoständen und Infotischen seit Wochen ein Gesprächsangebot an die Bürgerinnen und Bürger. Wir sind auch bereit, noch einmal die Vor- und Nachteile des Standorts „Östlich Germanenstraße" mit denen des Standorts „Sparkasse" zu vergleichen. Solange allerdings das Bürgerbegehren im Raum steht, macht eine vergleichende Diskussion über die beiden Standorte „Östlich Germanenstraße" und „Sparkasse" keinen Sinn, weil beide Standorte durch das Bürgerbegehren ausgeschlossen werden.

Von einer erneuten Diskussion der Systemfrage halten wir dagegen nichts. In der Bezirksvertretung Brackwede und im Stadtentwicklungsausschuss ist ohne Gegenstimme für das Hochflursystem entschieden worden. Bis auf die UBF haben alle Parteien wiederholt betont, dass sie zu Hochflur stehen. Nach unserer Auffassung werden auch noch so viele Anfragen der UBF in der Bezirksvertretung Senne nichts an den grundlegenden Aussagen ändern, dass die hohen zusätzlichen Systemkosten zur Unwirtschaftlichkeit und damit Unfinanzierbarkeit eines so kleinen Inselbetriebs führen müssen und dass der Umsteigezwang an der Haltestelle „Brackwede Bf" sehr kundenunfreundlich wäre und zu erheblichen Fahrgastverlusten führen würde. Für ganz und gar abwegig halten wir eine Diskussion über eine Trolleybusvariante.

Wolfgang Baum, Vorsitzender des Beirats für Behindertenfragen
Karola Rengis, 1. Vorsitzende der Polio-Selbsthilfe e. V.
Dr. Godehard Franzen, Vorsitzender von „Bielefeld pro Nahverkehr"
Martin Kaufmann, Stellvertr. Vorsitzender von „Bielefeld pro Nahverkehr"

Presserklärung zum PDF-Download

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